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Burgsteinfurt - Es ist kein Aprilscherz. Nach drei Jahren pandemiebedingter Pause freut sich der Kunstverein Steinfurt ganz besonders auf die nächste Veranstaltung im Huck-Beifang-Haus: Vom 1. April bis 8. Mai präsentieren dort 26 Künstlerinnen und Künstler in der Mitgliederausstellung ihre Arbeiten. „So viele Anmeldungen hatten wir noch nie“, freut sich Regina Hemker-Möllering, die den Verein bis zur nächsten Wahl kommissarisch führt. Für die Künstlerschar stellt sich nun die schwierige Frage: Welches meiner zahlreichen Werke stelle ich aus? Denn der Platz an den Wänden im historischen Gebäude ist begrenzt.

Bei der Abgabe der Bilder und Skulpturen am vergangenen Dienstag wird eines schnell deutlich: Der Kunstverein hat in den vergangenen drei Jahren ordentlich Mitgliederzuwachs bekommen und die Facetten der Kunst sind grenzenlos. Farbenfrohe Bilder in Öl, Acryl oder einem experimentellen Materialmix, geometrische Grafiken, zarte Bleistift- oder kräftige Kohlezeichnungen, ausdrucksstarke Skulpturen und spannende Gebrauchskunst umfassen das Ausstellungrepertoire.

Ist den Künstlerinnen und Künstlern das Thema ihrer Arbeiten zwar freigestellt, dominiert in diesem Jahr doch eines deutlich: Die Frage nach dem Werden, Wachsen und der Vergänglichkeit der Natur und unseres Seins. So wirft beispielhaft Gerhard Winkler einen visionären, schon surrealen Blick auf das Leben im Jahr 3000, Yvonne Hoppe-Engbring hat sich mit den verborgenen Geheimnissen des Waldes auseinandergesetzt und Lisa Berkemeier mit wenigen graphischen Elementen die Harmonie von Kälte und Wärme zu Papier gebracht. Zudem sind imposante Porträts von Mensch und Tier, Landschaftsimpressionen, Urlaubserinnerungen und abstrakte Malerei ausgestellt. Hier geben die Künstlerinnen und Künstler den Betrachtern eine einfache Bitte mit auf die Reise durch den Farbenrausch: Entscheiden Sie selbst, was Sie in diesem Werk für sich erkennen. Phantasie ist unbedingt erwünscht.

Vom alten Schrankkoffer zum gemütlichen Sofa, das zusammengeklappt auch ein praktikabler Tisch sein kann: Für Farina Weber steckt die Herausforderung in der Verwandlung und Alltagstauglichkeit der Dinge. Wie können unbenutzte Gegenstände und Möbelstücke neu belebt werden? In der Nachhaltigkeit findet sich gleichwohl der Bezug zur Vergänglichkeit im Alltag wieder. Wolfgang Lübbers farbintensive und phantasievolle Skulpturen aus Ton und Andreas Laugesens zwei aus einem Stück Holz gefertigte Figuren bereichern die Ausstellung im Bereich der Bildhauerei.

Die Vernissage findet am 01. April (Freitag) um 19 Uhr im Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße 8, statt.   Die Ausstellung dauert bis zum 8. Mai 2022 und ist samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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