Ehrungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder

Gedanken"blitze" zu den Mitgliedern des Vorstandes, vorgetragen von Peter Weidlich:

 

Gerlinde Kisker:

Jederzeit den Kontostand im Blick. Hervorragende Kontoführung.

Wissen über die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung).

Geduldig an der Kasse bei allen Aufführungen.

Tiefes Lächeln bei Einnahmen an Märkten, ins Sparschwein, bei Spenden oder gegenüber Sponsoren !

Stets Verständnis für Ausgaben des Vereins. Vertrauliche Zusammenarbeit.

Danke!

 

Monika Frieling:

Anwesend bei allen Sitzungen, nicht nur interessiert anwesend, sondern mitdenkend, mitschreibend. Ihre Protokolle präzise und absolut fehlerfrei, das findet man selten bei der schreibenden Zunft! Dabei immer fröhlich und höflich!

Danke!

 

Jutta Förster:

Frei heraus artikulierend, wenn ihr etwas nicht passt, wenn sie neue Ideen hat, wenn sie sich über etwas Neues besonders freut. Ihre Mimik, ihre Gestik und ihre Mundwinkel verraten ihre jeweilige oft verschmitzte Stimmung. Also berechenbar? Nein! Immer für Überraschungen gut!

Danke!

 

Ulla Müller:

Sie kennt das Leben. Sie schätzt die Vielfalt. Sie bleibt gern im Hintergrund, bescheiden, leise. Aber, sie weiß, was sie will und sagt, was sie denkt. Ihr herzliches Wesen bereichert!

Danke!

 

Reinhold Bühner:

Steine erweichen, wenn er sie betrachtet, modelliert und ihnen eine Seele gibt. Erheiternd im Kunstverein, stets einen Witz auf Lager, sich oft selbst nicht ernst nehmend. Wenn er dann Hand in Hand mit seiner Liebsten erscheint, beide ihre Schwächen ergänzend, wirkt ihr Leben auf uns alle beispielgebend, weil so liebevoll, so fürsorglich! Herzenskünstler eben!

Danke!

 

Erika Leusbrock hatte die Idee, ihnen allen einen Blumenstrauß und einen Gutschein zu übergeben.

 

Diese kurze Rede von Peter Weidlich als Dank für Reginas Engagement:

 

Die Kapitänin nimmt die Hand vom Steuer, wechselt von der Kommandobrücke in den Maschinenraum, um dafür zu sorgen, dass alles rund läuft..

Regina, du hast das Schiff über 9 Jahre geschaukelt, aus einem fast schiffbrüchigen Kahn eine Jacht gezaubert, unter unendlich viel Mühen, vielen Wellenbrechern und reichlich Gegenwind.

So ohne den Kunstverein, meinst du, dass das  geht? Das Herz, das man für eine Sache entdeckt hat, kann man nicht so einfach still-legen, stimmt‘s?

 

Was war dein schönstes Erlebnis im Kunstverein, fragte ich sie.

Regina überlegte kurz, dann sprudelte es heraus:

„Es war im Jahr 2013. Es regnete in Strömen, das gesamte Wochenende! Heinz, mein Mann, Sohn Thomas  und ich hatten unsere Buden im Schloss für den Kunstmarkt aufgestellt. Zwei Tage lang boten wir jede Menge an Kunst und Krempel zum Kauf an. Erschöpft und total durchnässt saßen wir am Sonntagabend im Huck-Beifang-Haus, zogen trockene Klamotten an und zogen Bilanz. Ich hatte zwar den Zettel mit meiner Einführungsrede vergessen, habe dennoch die wenigen Käufer zum Kauf unserer Kleinode animieren können.

Wir hatten durchgehalten, stolz waren wir und müde. Ein zweites Mal aber wollten wir diesen Marathon an Planungen, Pleiten, Überraschungen und Aufgaben nicht mehr erleben!“

 

Von klein auf hieß es für Regina, immer etwas Nützliches tun zu müssen. Spielen, einfach so spielen, kannte sie nicht! Getragen und angespornt von emotionaler Wärme, nie alleingelassen, wurde sie als „Alltagsmensch“ geprägt:

Keine noch so schwierige Aufgabe schreckte sie ab. Anpacken, hart arbeiten, Kopf und Hände gebrauchen, nie Danke sagen müssen.

 

„Lob? Ich brauche keine Anerkennung, kein Lob. Es muss einfach laufen, es reicht, wenn Kinderaugen leuchten!“ sagt sie heute, kampferprobte Mutter von drei Kindern und engagiert trotzige Nachhilfelehrerin!

 

Januar 2011. Als 2. stellvertretende Bürgermeisterin wurde sie auf Knien gebeten, fast gezwungen, den Vorsitz zunächst kommissarisch zu übernehmen. Frau Biesterfeld arbeitete Regina ein, übergab eine geordnete Kasse mit einem beruhigenden Polster.

2012 Wahl zur Vorsitzenden des Kunstvereins.

Heute, nach mehr als 9          Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, gemeinsam mit einem engagierten Team von Vorstandsmitgliedern, fasst sie ihre Erfahrungen, Höhepunkte und Demütigungen mit folgenden Aussagen zusammen:

 

Man lernt viele ungewöhnliche Menschen kennen.

 

Künstler sind andere Menschen mit alltagsfremden Verhaltensweisen.

 

Kunst hat die Aufgabe, auszugleichen zwischen Arbeitsalltag und der Freiheit, sein Leben selbst zu gestalten, damit seine innere Freiheit zu bewahren  - und sich auch den Luxus zu leisten, auf Missstände hinzuweisen, was Politikern oftmals unmöglich scheint, weil sie wiedergewählt werden wollen.

 

„Wenn wir die sehen wollen, gucken wir in die Zeitung!“, so die Aussage ihrer erwachsenen Kinder und manchmal auch ihres Mannes Heinz, der sie in allen Belangen tatkräftig unterstützt.

 

Und nun tritt sie zurück in die zweite Reihe im Vertrauen darauf, dass ihr Nachfolger sich der Aufgaben würdig erweist.

 

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