Eröffnung am 26.10.18  19.00 Uhr

 

 

 

Frau

Regina Hemker-Möllering, Vorsitzende, eröffnet die Mitgliederausstellung, begrüßt alle Anwesenden, besonders die Bürgermeisterin

Frau Claudia Bögel-Hoyer 

und bittet

Frau Sabine Sitte,

ihre Laudatio vorzutragen.

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen, Kunstbetrachter und Kunstbetrachterinnen, sehr verehrte Künstlerinnen und Künstler!

Herzlich willkommen zur traditionellen Gemeinschaftsausstellung des hiesigen Kunstvereins.

 

 

 

Eine Laudatio – eine Lobrede - über das Werk eines Künstlers zu halten, ist nicht nur Ehre, sondern bedeutet auch große Verantwortung und die Herausforderung, sich mit dem Werk respektvoll und angemessen auseinanderzusetzen.

 

 

22 Künstlerinnen und Künstler präsentieren uns ab heute und für die kommenden Wochen ihre Arbeiten der Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Literatur.

Sie können sich vielleicht vorstellen, wie groß diese Herausforderung für mich war. Zumal ich keine Kennerin der bildenden Künste bin, sondern eher eine Wortkünstlerin.

Wie also begegne ich den Arbeiten der Damen und Herren angemessen?

 

Es war kein Thema vorgegeben, doch, ich habe mich gefragt:

Gibt es vielleicht ein verbindendes Element zwischen all den Werken?

 

Mir erzählt diese Ausstellung vom Reisen. Und vom Hierbleiben.

 

Neunundzwanzigtausend Meilen Wasser, fünf Meere, drei Kontinente, siebenundzwanzig Länder, neunzehn Inseln, fremde Gesichter - wie viele waren es? Wo beginnt die Erinnerung? Und wann? Welche Schauplätze, fragst du, sind in meinem Kopf lebendig geblieben?

Also, hör zu!

Zu Beginn will ich dir die Geschichte von Martha und Emil erzählen…

 

Mit dem kurzen literarischen Ausflug auf Peter Haffs „Acht Stockwerke über der Wirklichkeit“ möchte ich Sie einstimmen - entführen - in die nachfolgenden Geschichten über das Reisen und das Hierbleiben.

Nein, nicht über die von Martha und Emil, den Protagonisten des Romans.

 

Geschichten, erzählt von den Künstlerinnen und Künstlern selbst.

Oder, wie ich meine, dass sie von ihnen so erzählt werden könnten.

 

Sie sind Fiktion, entstanden aus meiner Interpretation der ausgestellten Arbeiten.

Keine Bildbetrachtung über Materialien und Techniken, sondern lediglich ein bisschen Kino im Kopf, das ich Ihnen auf Ihrer späteren Reise durch die Räume mitgeben möchte.

 

Die Geschichten werden uns über die Kontinente, in nahe und ferne Länder tragen, in eisige Gefilde, karge Landschaften und üppige Vegetationen mit prächtiger Flora und Fauna führen.

 

In die Heimat.

 

Wir werden in das Meer hinabtauchen und auf Gipfel steigen, durch die Jahreszeiten reisen und ein bisschen auch durch die Zeit, werden in Phantasiewelten versinken und uns – vielleicht - im Surrealismus verlieren.

Und: Wir werden neue Bekanntschaften schließen.

 

„Reisen – es lässt dich sprachlos, dann verwandelt es dich in einen Geschichtenerzähler“, sagte einst Ibn Battuta, ein großer Weltreisender des Mittelalters.

 

Die Geschichte beginnt. Ein Reisetagebuch.

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