Klaus Meiers eröffnete Ausstellung

 

Zweimal Fox im Huck-Beifang-Haus

 

-nix- BURGSTEINFURT.

 

Als Herausforderung sahen es die renommierten Künstler Ulrich Fox und Gisela Fox-Düvell, ihre Kunst mit dem Huck-Beifang-Haus zu kombinieren. Die Ausstellung „Between Times“ ist ein gelungenes Projekt, wie das Publikum der Vernissage am

Freitagabend erlebte.

Während Fox sich seit den 80er Jahren intensiv mit der Bildhauerei befasst, blickt seine Frau Gisela auf eine 50-jährige Ausstellungskarriere als Malerin und Grafikerin zurück. Beide leben und arbeiten in Lohne-Dinklage.

Regina Hemker-Möllering, Vorsitzende des Kunstvereins Steinfurt, verlieh ihrer Freude darüber Ausdruck dass es gelang, die Künstler und ihre Werke im HuckBeifang-Haus zu präsentieren.

„Das ist ein Stück weit schon etwas Besonderes“, betonte sie.

Klaus Meiers, stellvertretender Bürgermeister, eröffnete die Ausstellung offiziell.

Feinfühlig befasste sich Sabine Sitte mit den Künstlern und ihren Kreationen und führte in die Ausstellung ein. „Between Times“ lässt sich mit „Zwischenzeiten“ oder „dazwischen“ übersetzen. So stellte sie den Bildhauer und die Malerin als Paar vor, das „durch die Zeiten wandert“. Sitte fand bei der Betrachtung der Bilder und Skulpturen ihre eigenen Assoziationen. „‘Between Times‘ ist für mich die Einladung, mich auf eine abenteuerliche Wanderschaft zwischen den Zeiten zu begeben“, betonte sie.

Das Meer findet sich in den Bildern oft wieder. Zu sehen ist der stete Wechsel zwischen Ebbe und Flut an der Nordsee als Zeit „dazwischen“.

„Gisela Fox-Düvell hat sich unter anderem der Geduld der Ölfarben und der Unendlichkeit der Abstraktion verschrieben“, hieß es in der Werkseinführung.

Die Malerin nutzt keinen Pinsel, sondern reibt die Farbe Schicht für Schicht mit ihren bloßen Händen in die Leinwand ein. Abschließend setzt sie mit Öl-Stiften individuelle Akzente – feine Strukturen, zarte Linien, Schattierungen und Lichtpunkte.

 

Die Skulpturen von Ulrich Fox sind zum Teil auch Darstellungen des Meeres. Sie sind „greifbar“ und mit Namen wie „Welle“, „Dünung“ oder „Wellenschlag“ benannt.

„Seine im Erdgeschoss ausgestellten, aus Holz gefertigten Arbeiten zeigen ein abstraktes Bild der Natur“, beschrieb Sitte. Sie seien wild, zerklüftet, fließend und uneben, scharfkantig und dennoch in sich gerundet.

Manchen erinnern sie an poröse Knochenfragmente urzeitlicher Lebewesen, fremdartig, und dennoch Bestandteil unseres Daseins.

Bei seinen Figuren arbeitet Fox mit reduzierter Formensprache. Köpfe und Schultern sind nur angedeutet und der Rest des Körpers verliert sich im Material – Marmor, Sandstein oder Holz.

 

Die Ausstellung ist bis zum 3. Juni samstags und sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

 

WN, 7.5.18; Rainer Nix

 

WN Artikel vom 7.5.18
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